Midnighters lassen sich im ersten Drittel überrumpeln

Ein Eishockeyspiel hat drei Drittel. Beim gestrigen Aufeinandertreffen (23. Januar 2018 in Aschaffenburg) von Spartak Aschaffenburg und den Midnighters Rhein-Main kann man aber getrost von drei komplett unterschiedlichen Begegnungen sprechen.

Im ersten Drittel dominierte Spartak Aschaffenburg fast nach Belieben. Die Midnighters waren überhaupt nicht im Spiel. Ob aus Ehrfurcht vor Aschaffenburgs Starspieler Davide Carbone oder dem äußerst gewöhnungsbedürftigen Zugang von der Spielerbank aufs Eis, ist nicht überliefert. Jedenfalls scorte Aschaffenburg fünf Mal in Serie. Drei Tore gingen dabei auf das Konto von besagtem Davide Carbone. Ein ebenfalls gut aufgelegter Johannes Kolb sowie Raffaele Carbone machten mit ihren Toren das Debakel für die Midnighters perfekt.

Die erste Drittelpause kam den Midnighters mehr als gelegen. Dort fand der Coach die passenden Worte. Ein paar kleinere Korrekturen und mehr Zutrauen ins eigene Spiel, mehr bedurfte es nicht, um das Spiel um 180 Grad zu drehen. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Die Midnighters hingen sich rein und schafften es ein ums andere Mal einen geordneten Spielaufbau der Aschaffenburger zu unterbinden. In der Folge brachten die Aschaffenburger kaum gefährliche Scheiben vor das Tor der Midnighters. Und das was durchkam, war die sichere Beute von Midnighters-Goalie Bernd Boos. Im Gegenzug begannen die Midnighters zu kombinieren. Das Selbstvertrauen wuchs und prompt vielen auch die Tore für die Jungs aus Mainz, die auf 3:5 verkürzten. Nils Lindemann, Eric Reinemann und Andrej Prochazka hießen die Torschützen.

Vom Spielverlauf sichtlich verunsichert, steckten die Aschaffenburger in der zweiten Drittelpase die Köpfe zusammen. Ein richtiger Turnaround wollte ihnen aber nicht gelingen. Die Midnighters blieben ihrer Linie treu. Es entwickelte sich ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Simon Dietzen brachte mit seinem Tor die Midnighters auf ein Tor an die Aschaffenburger heran. Dann blitzte nochmal das Können von Davide Carbone auf Aschaffenburger Seite auf, der auf Vorlage von Johannes Kolb mustergültig einnetzte. Doch die Midnighters gaben nicht auf und kamen ein ums andere Mal zu Chancen. In einer dieser Situationen wussten sich die Aschaffenburger nur durch ein Foul zu helfen. Eric Reinemann verwandelte den fälligen Penaltyshot zum 5:6 Endstand.

Die drei Schiedsrichter machten einen guten Job und hatten keinerlei Probleme die überaus faire Partie zu leiten. Und wenn die Netze an den Spielerbänken nicht wären, würde Eishockey in Aschaffenburg auch richtig Spaß machen 😉

[24.01.2018] Simon Dietzen

 

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