Midnighters geben 3:0-Führung ab und verlieren

Midnighters vs. Jungwölfe: 3:5 (1:0/2:1:/4:0)

Was passiert, wenn ein U20-Team (Wölfe Mainz) und ein Ü40-Team (Midnighters) aufeinandertreffen? Das Erste was auffiel: Die Jungwölfe bereiteten sich gewissenhaft vor – absolvierten im Trockenen reichlich Lauf- und Dehnübungen, bevor es zum Anziehen in die Kabine und anschließend auf´s Eis ging. Das Bild bei den Midnighters: Strecken und Dehnen in der Kabine auf den Bänken, um die alten Knochen und Wirbel einzurenken und bloß nicht beim Warmup verausgaben.

Angesichts dieser eindrücklichen Bilder war den Midnighters klar, dass sie gegen einen Gegner antreten, der läuferisch einiges mehr in die Waagschale werfen kann als man selbst. Also überlegte man sich einige taktische Kniffe, um diesen Vorteil der Jungwölfe zu egalisieren. Und der Plan ging auf. Die Mitte des Spielfelds fest im Griff, ließen die Midnighters die Jungwölfe mit ihrem Speed nicht zur Entfaltung kommen. Alles verhindern konnte man freilich nicht, aber das, was die Midnighters zuließen waren harmlose Angriffe und Schüsse der Jungwölfe. Im Gegenzug konzentrierten sich die Midnighters auf geradliniges Angriffshockey und suchten schnell den Abschluss. Belohnt wurde dies durch den Führungstreffer der Midnighters durch Andrej Prochazka (#82) in der Mitte des ersten Drittels.

Der Führungstreffer gab den Midnighters einen deutlichen Schub und verunsicherte die Jungwölfe, die in der Folge kaum Offensivaktionen setzen konnten. Die Folge: Im zweiten Drittel erhöhten Thanh Finke (#87) auf Vorlage von Eric Reinemann (#89) auf 2:0. Kurze Zeit später erhöhte Erik Reinemann (#89) mit einer sehenswerten Direktabnahme auf 3:0 auf Vorlage von Moritz Bauer (#5). So hätte es weitergehen können im zweiten Drittel. Ausreichend Chancen hatten die Midnighters. Sie versäumten es aber weiter nachzulegen und in den letzten Minuten des zweiten Drittels ließen sie in der Rückwärtsbewegung die Zügel ein wenig schleifen. So kam es wie es kommen musste: Die Jungwölfe kamen ins Laufen und schafften durch Michael Walter (#91) den Anschlusstreffen. Mit 3:1 für die Midnighters ging es in die Drittelpause.

Kein Beinbruch, war man sich bei den Midnighters sicher. Hatte man doch das Spiel weitestgehend im Griff gehabt und die Jungwölfe mit routiniertem Spiel ins Leere laufen lassen. Mit dieser Devise begannen die Midnighters auch im Schlussabschnitt und hatten damit das Spiel weiterhin unter Kontrolle. Nur das vierte Tor wollte trotz bester Chancen nicht gelingen. Dann wendete sich Fortuna jedoch von den Midnighters ab. Ein Schuss aus spitzem Winkel von Jan Czech (#11), Vorlage Michael Walter (#91), landete irgendwie im Tor. Kurze Zeit später erhielten die Jungwölfe einen umstrittenen Penaltyschuss, den Jan Czech (#11) souverän verwandeln konnte. Der Ausgleich spiegelte eigentlich nicht die Spielanteile wider. Die Midnighters reagierten mit weiteren Offensivaktionen. Der Pfosten oder irgendeine Schlägerspitze waren jedoch immer im Weg. Vier Minuten vor Schluss ereilte die Midnighters der Gipfel des Pechs. Keanu Olemutz (#44) schnippte die Scheibe vors Tor der Midnighters und sprang von einem Schlittschuh ins Tor. Die Midnighters nahmen eine Auszeit und sortierten sich nochmal für eine Schlussoffensive. Doch die Scheibe sollte von den Midnighters nicht mehr ins Tor bugsiert werden können. Selbst die Herausnahme des Goalies zugunsten eines sechsten Feldspieler brachte trotz riesiger Chancen nichts ein. Fünf Sekunden vor Schluss machte Jan Czech (#11) mit einem Befreiungsschlag aus dem eigenen Drittel, der im leeren Tor landete, seinen Hattrick perfekt. Endstand 3:5. Freude bei den Jungwölfen. Enttäuschung bei den Midnighters, wäre doch ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen.

Fazit: Hatten die Midnighters noch im Hinspiel reichlich Glück gehabt, so hat eben dieses sie im Rückspiel verlassen. Insofern ausgleichende Gerechtigkeit.

Der Schiedsrichter hatte die überaus faire Partie gut im Griff.

[17.03.2018 Simon Dietzen]

Eine Unterhaltung beginnen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.