Durch Krankheit deutlich dezimiert, ging es für die Eisbrecher am Sonntagabend (2.12.) gegen Spartak Aschaffenburg in der altehrwürdigen Eishalle am Mainzer Bruchweg. Da kein Schiri kam, einigten sich beide Teams kurzerhand ohne anzutreten und Einwürfe selbst durchzuführen und ansonsten auf die Fairness aller zu vertrauen, wenn es um Fouls, Abseits, Icing und Co. ging. Das hat auch bestens funktioniert. Kompliment an alle Spieler für dieses faire und freundschaftliche Spiel. Es gab kein einziges Foul und keine strittige Szene während des gesamten Spiels.

Nun aber zum Spiel: Die Aschaffenburger legten los wie die Feuerwehr und die Eisbrecher wussten nicht wie Ihnen geschah. Als deutlich besser eingespieltes Team nutzten die Aschaffenburger die Lücken bei den Eisbrechern schonungslos aus. Folgerichtig fielen in den ersten Minuten die Tore wie am Fließband. Aus gefühlten fünf Schüssen machten die Aschaffenburger gleich vier Tore (1:0 Gregory Holstein, 2:0 Gregory Holstein, 3:0 Justus Viktor, 4:0 Justus Viktor) und schnürten die Eisbrecher in den ersten zehn Minuten förmlich im eigenen Drittel ein. Nach und nach gelang aber den Eisbrechern die eigenen Defizite in der Zuordnung im eigenen Drittel abzustellen, Selbstvertrauen in das eigene Spiel aufzubauen und das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Gerade die erste Reihe mit Jürgen Lausmann, Andrej Prochazka, Dominik Hagelstein, Sascha Rose und Tino Hagen erspielte sich beste Chancen, scheiterte aber immer wieder am gut aufgelegten Goalie der Aschaffenburger. Irgendwann war aber auch er machtlos und Tino Hagen gelang auf Vorlage von Dominik Hagen der Anschlusstreffer für die Eisbrecher.

Die Drittelpause nutzen dann die Eisbrecher, um sich weiter zu sortieren. Das Forechecking lief noch nicht so richtig und rund, was sich fortan deutlich verbesserte. Nun kam auch in die zweite Reihe der Eisbrecher mit Andreas Bukowski, Simon Dietzen, Michal Medved und Kai Wunderwald deutlich besser in Schwung. Immer wieder gelang es den Eisbrechern den Spielaufbau der Aschaffenburger zu unterbinden und aus den Puckgewinnen gute Chancen zu kreieren. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit einem leichten Chancenplus für die Eisbrecher. Die Aschaffenburger gelangten seltener, aber dann immer brandgefährlich, vor das von Bernd Boos gehütete Tor. Andrej Prochazka (Vorlage: Sascha Rose) sorgte sodann für das 2:4. Die Aschaffenburger fanden darauf noch eine Antwort. Mit den Torschützen Alex Winter (2:5) und Igor Huber (2:6). Die Eisbrecher kommentierten die aber auch passend: Michal Medved setze konsequent der Scheibe nach, luchste sie dem Aschaffenburger Goalie ab und legte auf Simon Dietzen ab, der nur noch ins verwaiste Tor schießen musste. Und endlich belohnte sich auch Dominik Hagelstein für seinen unnachgiebigen Einsatz und seine unzähligen Chancen indem er das 4:6 aus Sicht der Eisbrecher auf Vorlage von Andrej Prochazka erzielte. Mit dem Ergebnis gings in die zweite Drittelpause.

Wissend, dass das Spiel nun auf Messers Schneide steht, agierten die Eisbrecher im letzten Drittel noch einmal konzentrierter. Gute Torchancen für die Eisbrecher waren das Ergebnis, die aber, wie so oft schon in dem Spiel, vom Aschaffenburger Goalie gekonnt entschärft wurden. Aber irgendwann gelang die Belohnung für die Eisbrecher: Dank konsequentem Forechecking durch Michal Medved vertändelten die Aschaffenburger im eigenen Drittel die Scheibe, die Simon Dietzen mittig an der blauen Linie abfing. Kurze Annahme, Drehung, Schuss (leicht abgefälscht) und in einer Bogenlampe fliegend, schlug die Scheibe hinter dem verdutzt dreinschauenden Goalie der Aschaffenburger ein. Der 5:6 Anschluss. Und es kam noch besser: Ein erneutes erfolgreiches Forechecking nutze Simon Dietzen für eine scharfe Hereingabe vors Tor, wo Michal Medved seinen Schläger reinhielt und den Puck im Tor versenkte – 6:6 und noch sieben Minuten zu spielen. Das Momentum lag nun vollends auf der Seite der Eisbrecher. Aber wieder war es der Goalie der Aschaffenburger, der das Ergebnis mit tollen Aktionen festhielt – der Kerl hat sich sein Bier redlich verdient! Zwei Minuten vor Ende des Spiels schickten die Aschaffenburger ihre besten fünf Mann aufs Eis und diese Maßnahme zahlte sich aus: Mit einem satten Schlagschuss überwand Peter Bartossek den Goalie der Eisbrecher zum 6:7. Da waren nur noch 1:30 Minute im letzten Drittel zu spielen. Die Eisbrecher wagten nochmal alles, holten zwischenzeitlich auf den eigenen Goalie vom Eis, aber so richtig gelingen wollte ihnen nichts mehr.

Fazit: Die Aschaffenburger waren das deutlich abgeklärtere und besser eingespielte Team, das in den ersten zehn Minuten den Grundstein für den Sieg legte. Gratulation an Sparta Aschaffenburg.

03.12.2018 [Simon Dietzen]

Eine Unterhaltung beginnen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.